Wir sprechen uns für die Trennung von Staat und Kirche aus. Diese Trennung von Staat und Kirche ist in Deutschland nicht gegeben.

 

Religionsunterricht in Schulen

Die staatliche Bildung sollte ein möglichst vielfältiges Angebot der Weltanschauung bereitstellen, dabei aber eine strikt neutrale Position einnehmen.

Das heißt auch, dass die verschiedenen Anschauungen nicht beworben werden dürfen. Es muss sichergestellt sein, dass keine Weltanschauung mehr gewichtet wird als alle anderen. Deshalb muss der konfessionelle Religionsunterricht an Schulen abgeschafft und durch nichtkonfessionellen Philosophie- oder auch Ethik-Unterricht ersetzt werden. Dieser Unterricht behandelt die verschiedensten Weltanschauungsformen wertfrei. Ein weiter Vorteil: in diesem Unterricht kommen Menschen mit verschiedensten Weltanschauungen zusammen, sodass sie sich so über ihre unterschiedlichen Weltbilder austauschen können. Durch diese „Maßnahme“ würde der Einfluss der Kirche und Religion eingedämmt.

Zudem müssen die Kruzifixe, sowie andere religiöse Symbole aus Bildungs- und staatlichen Einrichtungen verschwinden. Sie schränken ein religionsfreies Lernen und Leben ein und sprechen dem Christentum zu viel Bedeutung zu. Wir halten das Anbringen solcher Symbole für einen Akt, der die Neutralitätspflicht stark verletzt. Wir sind jedoch zugleich der Auffassung, dass Angestellte im öffentlichen Dienst, auch im Bildungssektor, religiöse Symbole wie ein Kopftuch oder Kreuz tragen dürfen, da Menschen das Recht auf Individualität haben. Dies gilt auch für Schüler_innen.

 

Staatliche Subventionen

Projekte der Kirche werden staatlich subventioniert.

Ob und in welcher höher der Staat diese Projekte finanziert ist in einem Gleichgewicht mit anderen Institutionen abzustimmen oder abzuschaffen. Eine faktische Bevorzugung des Staates hinsichtlich der Kirchen lehnen wir ab. Stattdessen sollen Kriterien und Pauschalen für Projekte erstellt werden, um eine Grundlage für alle Institutionen zu bilden.

Die Kirchen besitzen Schulen, Kindertagesstätten oder andere sozial-diakonische Einrichtungen. Die Kirche als Arbeitgeber oder staatlicher Dienstleister hat sich an die allgemeingültigen Kriterien für alle zu richten oder ist explizit und transparent für alle Menschen zu kennzeichnen. Die direkte Finanzierung der Kirchen ergibt sich aus Staatsleistungen, die seit dem sogenannten Reichsdeputationshauptschluss von 1803 an die Kirchen gezahlt werden. Diese waren eigentlich mal Entschädigungsleistungen die schon in der Weimarer Verfassung von 1918 abgeschafft hätten werden sollen. Stattdessen zahlt der Staat auch fast 100 Jahre weiter jährlich Millionenbeträge. Wir fordern die abschließende Abschaffung dieser Zahlungen und damit die Erfüllung des Verfassungsauftrages.

Des Weiteren üben wir Kritik an der längst veralteten Praxis, die Kirchensteuer von staatlicher Seite einzutreiben. In Deutschland ist es erst mit Abschluss des 14. Lebensjahres möglich, aus der Kirche auszutreten, da ab diesem Alter die Religionsmündigkeit eintritt. Das Bekenntnis zum Glauben kostet kein Geld, ein Austritt aus der Kirche jedoch schon. Was ist das für 1 Quatsch?

Wir fordern, dass die Kirche weder direkt noch indirekt staatlich finanziert wird und vom Staat eine neutrale Position vertreten wird.

 

 

Prekäre Arbeitsbedingungen

Die Kirche kann ihren Arbeitnehmer_innen kündigen, wenn sie nicht nach den christlichen Moralvorstellungen leben, ihre sexuelle Orientierung oder ihr Lebensstil beispielsweise nicht in das kirchliche Weltbild passt. Auch besitzen kirchliche Arbeitnehmer_innen kein Streikrecht.

Wir fordern einen echten Schutz vor Rassismus und Diskriminierung für alle Arbeitnehmer_innen in Deutschland. Außerdem fordern wir eine Gewährleistung für Arbeitnehmer_innen ihre Rechte einzufordern, ohne dass dabei ihr Arbeitsplatz gefährdet wird.

Tanzverbot und Feiertage

Wir fordern ganz klar eine Abschaffung des Tanzverbotes.

Viele Feiertage in Deutschland haben einen religiösen Ursprung. In manchen Bundesländern herrscht an manchen dieser Feiertage ein Tanzverbot. Wir finden, jeder soll für sich entscheiden, wie er diesen freien Tag gestalten möchte und sich nicht von einer religiösen Einrichtung dazu verpflichten lassen, bestimmte Regeln, welche auch noch staatlich durchgesetzt werden, zu befolgen. Niemandem darf das Beten untersagt werden, genauso wie das Tanzen an einem Feiertag. Die Entscheidung einige bestehende christliche Feiertage durch säkulare Feiertage, oder Feiertage anderer Religionen, zu ersetzen bleibt Bestandteil unserer Forderungen.